Ein Blick durch die Linse

Goldener Schnitt in der Fotografie, Five-Shot-Regel beim Film und Zeichentrick mit Stop Motion – das waren nur einige der spannenden Themen, die am 2. und 3. Februar im Qualifizierungsseminar der „Ich kann was!“-Medienwerkstätten behandelt wurden. „Ganz schön anstrengend, aber toll“, lautete das Feedback der Teilnehmer, die nach kurzem Theorie-Input gleich praktisch in die Welt der Bilder einsteigen konnten. Und die Ergebnisse nach zwei Tagen können sich sehen lassen, denn die Teilnehmenden konnten selbstgedrehte Kurzfilme und animierte Trickfilme mit nachhause bzw. in die Jugendeinrichtung nehmen.

Als Einstieg in den Workshop mit Jan Rooschüz vom kijufi e.V. diente eine Porträtfotografie-Übung, die das Bewusstsein für das visuelle Erzählen stärken sollte.  Das Porträtfoto sollte etwas über den Charakter bzw. eine Leidenschaft des Fotopartners erzählen. Die vielfältigen Ergebnisse wurden anschließend besprochen und anhand unterschiedlicher „Grundregeln“ wie etwa dem Goldenen Schnitt oder der Drittel-Regel analysiert. Nach diesem kurzen Ausflug in die Fotografie ging es weiter mit bewegten Bildern: Ausgestattet mit Camcorders, Stativen und Mikrofonen konnten die Pädagoginnen und Pädagogen einen Mini-Kurzfilm im Reportage-Format nach der Five-Shot-Technik drehen: Was, Wer, Wo, Wie und Wow lauten die fünf W-Fragen, die dabei helfen, die Einstellungen so zu drehen, dass eine Geschichte für den Zuschauer verständlich und kurzweilig erzählt wird. In einem Schnittprogramm konnten die Teilnehmer dann ihre Kurzfilme professionell zusammenschneiden. Fazit nach dem ersten Workshoptag: Ganz einfach war das nicht, denn auch für ein kleines Film-Projekt muss ein Storyboard entwickelt, geprobt und mit neuer Technik und einem komplexen Schnittprogramm gearbeitet werden. Die Ergebnisse jedoch, vier witzige Kurzfilme in Five-Shot-Technik, sind mehr als sehenswert und machen die Mühe wett!

Tag zwei stand ganz im Zeichen des Trickfilms. Mit der Stop Motion App auf Smartphone oder Tablet ist es nämlich möglich, mit wenig Zeit und minimaler Ausstattung einen Trickfilm zu „drehen“. Nach kurzer Ideenfindung für Story und Umsetzung ging es für die Teilnehmer direkt an den Bau der Trickboxen und das Basteln von eindimensionalen Figuren und Requisiten. Diese wurden dann in der Trickbox mithilfe der Stop Motion App im Onion Skinning-Modus abfotografiert. Foto für Foto entstand so der Trickfilm, der im Schnittprogramm mit den entsprechenden Geräuschen unterlegt werden konnte. Die Ergebnisse waren beeindruckend und inspirierend: „Da werden wir wohl ein paar Hollywood-Streifen drehen“, so eine begeisterte Reaktion aus dem NW80.

Mit neuen Ideen und Impulsen geht es für die Pädagoginnen und Pädagogen jetzt zurück in die Jugendeinrichtungen, um dort Foto- und Filmprojekte mit den Kindern und Jugendlichen umzusetzen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

 

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